Türkische Parlamentarier schlagen mit einem Hungerstreik Alarm: Die Armee und Sicherheitskräfte setzen die Sonderoperation gegen die Kurdische Arbeiterpartei PKK im Südosten des Landes fort. In der Stadt Cizre sind laut Berichten seit dem 23. Januar 20 verwundete Menschen in einem Keller eingeschlossen, teilte der Fernsehender RT am Montag mit.

 

 

Nach einigen Angaben lassen die Behörden keine Krankenwagen zu den Verletzten durch und nehmen die Gegend unter massiven Beschuss. Daher könnten die Menschen nicht aus dem Versteck herauskommen. Laut einem Parlamentsmitglied verwehrt Ankara den eingeschlossenen Kurden ärztliche Hilfe.

 

Aus Protest dagegen sind drei Abgeordnete der Demokratischen Partei der Völker in den Hungerstreik getreten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weist die Vorwürfe der unterlassenen Hilfeleistung allerdings zurück. Er beschuldigte die protestierenden Parlamentarier, sie würden die Terroristen ermutigen.

 

Laut dem Abgeordneten der Partei Hischjar Ozsoy sind inzwischen sieben Menschen in dem Keller ums Leben gekommen, weil sie keine ärztliche Hilfe bekommen konnten. Vor kurzem habe es noch zu den Verwundeten Kontakt gegeben, jetzt sei diese Verbindung aber abgebrochen. Die Lage im Südosten des Landes verschärfe sich weiter.

Quelle: Sputniknews