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Foto: Sputnik/ Alexander Vilf

 

 

Washington will seine Militärinvestitionen in Europa um das Vierfache bis auf 3,4 Milliarden Dollar erhöhen. Die Absicht des Weißen Hauses, die Militärhilfe an die europäischen Bündnispartner wesentlich zu erhöhen, wird nicht bei allen Ländern Osteuropas eine positive Reaktion auslösen, schreibt die „New York Times“.

 

 

In Tschechien zum Beispiel wird man die Aufstockung des US-Militärkontingents als kontraproduktiv einschätzen. „Tonangebend ist im Land immer mehr Präsident Miloš Zeman, der offen von der Notwendigkeit spricht, die Sanktionen gegen Russland auszusetzen. Wahrscheinlich wird er diesen Schritt anders einschätzen“, so der amerikanische Journalist und Analytiker Eric Best in einem Beitrag in der NYT.

 

Die Handlungen der USA würden auch in Russland eine negative Reaktion auslösen, heißt es weiter. Russischen Experten zufolge wird Moskau kaum ein neues Wettrüsten starten, aber es wird genötigt sein, seine Westgrenzen zu festigen.

 

„Einerseits fährt Russland fort, seine militärische Infrastruktur in den westlichen Regionen, die noch vor fünf Jahren unzureichend entwickelt waren, zu festigen. Andererseits können im Westen des Landes auch neue Waffen stationiert werden“, sagte der Moskauer Rüstungsexperte Ruslan Puchow gegenüber der NYT.

 

 

Laut dem Experten kann Moskau an seinen westlichen Grenzen durchaus Iskander-M-Raketenkomplexe sowie Fla-Raketensysteme S-400 stationieren. Dieser Meinung schließt sich der russische Militärexperte und Chefredakteur des Journals „Nationalnaja oborona“ (Nationale Verteidigung), Igor Korotschenko, an.

 

 

Russland werde die Aufstockung des amerikanischen Rüstungskontingents in Europa, wo kein Risiko einer militärischen Konfrontation mit der Nato besteht, nicht begrüßen, sagte Korotschenko. Er ist aber überzeugt, dass Moskau nicht „hysterisch“ reagieren werde.

 

„Russland wird nicht an einem Rüstungswettlauf teilnehmen. Keiner wird etwas Überflüssiges tun. Bei jeder beliebigen Reaktion wird immer von Russlands taktischen Kernwaffen ausgegangen werden“, so Korotschenko. „Wir erinnern uns gut daran, wie das Wettrüsten für die Sowjetunion endete. Wir werden diesen Fehler nicht wiederholen“, fügte der Experte hinzu.

 

Quelle: Sputniknews

 

 

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