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Die Präsidenten Putin und Erdogan beim G20-Gipfel in der Türkei. Bild: kremlin.ru

 

 

Am Montag haben mehrere Agenturen über Artillerieeinschläge in der nordsyrischen Kleinstadt Latakia berichtet. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte, dass der Angriff von türkischer Seite ausging. Droht nun in Syrien ein Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der Türkei?

 

 

Die Türkei greift nach Angaben der russischen Agenturen Sputnik und NewsFront die Vororte von Latakia an. Bereits am Sonntag wurde berichtet, dass durch Artilleriebeschüsse aus der Türkei ein syrischer Soldat ums Leben kam. Es habe auch fünf Verletzte gegeben. Der Mörder des russischen Piloten, Alparslan Celik, gab Tage zuvor an, dass er von Präsident Erdogan damit beauftragt wurde und man weiter in Syrien kämpfen werde.

 

 

 Durch Provokationen der Türkei in den letzten Monaten hat sich das Verhältnis mit Russland stark verschlechtert. Zudem behaupten NATO-Quellen nun, dass es „geheime Beweise“ gäbe, die die Luftraumverletzung der russischen Su-24 bestätigen. Allerdings soll der Angriff auf ein russisches Flugzeug bereits Monate zuvor geplant worden sein.      

 

 


Kommt es nun in Syrien zu einem Stellvertreterkrieg mit Russland? Inzwischen haben russische Transportflieger in der Region Hilfsmaterial abgeworfen, um die örtlichen Kräfte auf syrischer Seite zu stärken. Al Masdar News berichtet, dass die syrischen Streitkräfte vor Latakia nun die strategisch wichtige Stadt Jisr Al-Shughour zurückerobern.

 

 

Von Christian Saarländer bei Contra Magazin