Horst-Seehofer-620x330
CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident, Horst Seehofer. Bild: Flickr / blu-news.org CC-BY-SA 2.0

 

 

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer wird am Donnerstag nach Moskau reisen, um die Wogen zwischen Russland und Deutschland zu glätten. Begleiten wird ihn dabei sein Vorgänger Edmund Stoiber. Er will mit Präsident Putin die aktuellen Probleme der Politik diskutieren.
 
Horst Seehofer ist als Pragmatiker bekannt, der gerne die Dinge beim Namen nennt und auch unliebsame Themen direkt anspricht. Oftmals erntet er von Medien und von den politischen Gegnern Kritik. Aktuell geht er mit einem guten Beispiel voran und besucht am kommenden Donnerstag zusammen mit Edmund Stoiber Moskau, um sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen.

 

Er kündigte an, mit Präsident Putin über die Flüchtlingskrise zu sprechen und die Bekämpfung von Migrationsursachen. Unter anderem wird auch über die weltweite Sicherheitslage gesprochen und natürlich über die Ukraine-Krise sowie die Sanktionen, die Bayern besonders hart treffen. Dies kündigte Seehofer bereits im Dezember an. Er unterstrich dabei die Wichtigkeit des Dialoges zwischen Russland und Deutschland.
 
Für Seehofer ist es indiskutabel, dass Russland in vielen Bereich der Weltpolitik ausgegrenzt wird. Zurück in München möchte er dann mit Kanzlerin Merkel über seinen Moskau-Trip sprechen. Der Ministerpräsident hat damit seine Einsichtsfähigkeit bewiesen, nachdem er sich im Sommer 2014 noch für härtere Maßnahmen aussprach, wie den Entzug der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland.
 
Während des Kalten Krieges förderte selbst der frühere Ministerpräsident Bayerns Franz Josef Strauß den Dialog mit Russland. Beispielsweise traf sich Strauß im Jahre 1987 auf eigene Faust mit Michael Gorbatschow.

 

 

Von Christian Saarländer bei Contra Magazin