Die Nato will ihr Kontingent in Osteuropa so umfangreich wie noch nie seit den Zeiten des Kalten Krieges verstärken. Für die beispiellose Truppenverstärkung werden offensichtlich die Verteidigungsminister der Mitgliedsländer beim Treffen nächste Woche entscheiden, schreibt die Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf die Allianz.

 

Diese Initiative betrifft Polen, Lettland, Litauen und Estland. Dabei sind jedoch trotz der zahlreichen Bitten aus Warschau keine ständigen Nato-Stützpunkte in Polen geplant, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

 

Die Allianz erklärt den Schritt mit den Aktivitäten Russlands, darunter mit dem Anschluss der Schwarzmeerhalbinsel Krim. Russland hat zuvor mehrmals betont, dass ein so umfangreicher Truppenaufmarsch eine ernsthafte Bedrohung für seine Sicherheit darstellt.

 

Laut Pentagon-Chef Ashton Carter will Washington 2017 die stolze Summe von 3,4 Milliarden Dollar für Militäraktivitäten in Europa ausgeben – ein Vierfaches dessen, was bisher im US-Militärbudget für Europa aufgewendet wurde. Mit diesem Geld sollen zusätzliche Rotationen von Nato-Truppen sowie die frühzeitige Stationierung von schweren Waffen finanziert werden, damit die Allianz „im Krisenfall“ seine Truppen schnell nach Europa verlegen könnte, so WSJ.
 
Quelle: Sputniknews