Eine Gruppe von 28 verwundeten kurdischen Aktivisten befindet sich seit 15 Tage im Keller eines Hauses in der Stadt Cizre im Osten der Türkei. Dies teilte Selma Irmak, Abgeordnete des türkischen Parlaments, Vizevorsitzender des Demokratischen Verbands mit.

 

Die türkische Armee erlaubt ihnen nicht, den Keller zu verlassen und gleichzeitig lässt diese nicht zu, dass ein Krankenwagen dort hinfährt.

 

«In Cizre (Şırnak im Osten der Türkei) gibt es „einen schrecklichen Keller“, wie wir es nennen. Dort befinden sich 28 verletzte Menschen, die von Armee und Polizei seit zwei Wochen lang umgeben sind, » sagte Selma Irmak.

 

Laut ihr, konnte sie vor ein paar Tagen per Telefon mit den «Geisel im Keller» Kontakt aufnehmen.

 

«Sie sagten, dass siebe aufgrund hohem Blutverlust verstorben sind. Die türkische Armee hat nicht einmal einen Krankenwagen zu ihnen durchfahren lassen. Vielleicht jetzt sind sie alle schon gestorben, es gibt keinerlei Neuigkeiten», sagte sie.

 

Die türkische Führung nennt die „in Cizre eingekesselte Menschen „in Terrorismus verwickelt“.

 

«Aber ihre Identität ist gar nicht festgestellt. Zum Beispiel einer von ihnen ist ein Mitglied unseres Kongresses, dem offiziellen Kongress, es ist keine Terrororganisation. Ein weiterer ist ein Journalist. Dazu ein paar Kinder. Wenn unsere BDP (Die Barış ve Demokrasi Partisi) erklärt hat, dass es dort Verletzte gibt, haben die Behörden gesagt, dass BDP lügt. Als wir es bewiesen haben, dass es dort doch Verletzte gibt, teilten die Behörden mit, dass es Terroristen wären. Das heißt, sie haben widersprüchliche Aussagen gemacht», sagte Selma Irmak.

 

«In Cizre hat man die Häuser, die auf dem Berg liegen, eingekesselt. Rundherum stehen die Panzer und lassen keinen durch“ erzählt die Abgeordnete.

 

 

Wir bedanken uns bei Johannes Normann  für die Korrektur der deutschen Texte