Der türkische Präsident Tayyip Erdogan hat zu verstehen gegeben, dass Ankara in Syrien keine Wiederholung der Situation wie beim Einmarsch der internationalen Koalition im Jahr 2003 in den Irak zulassen darf, berichtet Bloomberg.

 

„Wir wollen in Syrien nicht denselben Fehler wie im Irak begehen“, so Erdogan. Der Präsident verwies darauf, dass sich Ankara im Jahr 2003 geweigert hatte, US-Truppen auf eigenem Staatsgebiet stationieren zu lassen, und der internationalen Koalition nicht beigetreten war, die den irakischen Staatschef Saddam Hussein stürzte.

 

„Es kommt darauf an, bis zum Horizont zu sehen. Das, was in Syrien vor sich geht, kann nicht lange andauern. Die Situation muss sich zu einem bestimmten Zeitpunkt ändern“, sagte Erdogan. Er betonte auch, Ankara sei auf jede Entwicklungsrichtung der Ereignisse in Syrien gefasst.

 

Wie der amtliche Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Donnerstag gesagt hatte, gibt es ernsthafte Gründe dafür, die Türkei wegen Vorbereitung einer militärischen Invasion in Syrien zu verdächtigen. Laut dem Militärsprecher hatte das Verteidigungsministerium der Weltöffentlichkeit zuvor unwiderlegbare  Videobeweise vorgelegt, die türkische mobile Artilleriegeschütze beim Beschuss syrischer Ortschaften im Norden von Latakia zeigen. Der Generalmajor erinnerte daran, dass das russische Verteidigungsministerium alle Aufklärungsdienste in der Nahost-Region verstärkt hat. Erdogan bezeichnete die Erklärung Russlands als „lächerlich“.

 
Quelle: Sputniknews