Russland hat im Jahr 2013 die USA vor dem Beginn eines offenen Krieges gegen Syrien wegen des Skandals um einen Chemiewaffen-Einsatz bewahrt, erklärte der ehemalige CIA-Beamte Ray McGovern in einem Interview gegenüber dem Kolumnisten der Ausgabe „Salon“, Patrick Smith.

 

„Russland hat Obama aus der Patsche geholfen, als jener Ende August und Anfang September 2013 bereit war, sich in einen offenen Krieg mit Syrien zu stürzen. Es gab mehrere Dinge, die die Welt zu jener Zeit vor einem Krieg gerettet haben, Russland spielte jedoch die Schlüsselrolle“, vermutet McGovern.

 

Am 30. August 2013 hatte US-Außenminister John Kerry die Regierung Baschar Assads beschuldigt, am 21. August in einem Vorort von Damaskus einen Chemiewaffenangriff verübt zu haben. Diese Vorwürfe  erklangen, noch ehe die UN-Experten ihr Gutachten vorgestellt hatten. Der US-Präsident verkündete, er habe die Entscheidung getroffen, einen Schlag gegen Syrien auszuführen, dann aber teilte er überraschend die Verzögerung der Operation mit, wobei er sich auf die Notwendigkeit einer Befürwortung durch den Kongress berief.

 

Wie der ehemalige CIA-Beamte sagte, habe Russland den USA schon im Juni 2013 beim G8-Gipfel in Nordirland angeboten, bei der Untersuchung der Situation hinsichtlich der Chemiewaffen in Syrien zu helfen. Nach dem Chemiewaffenangriff in Damaskus habe es sein Angebot wiederholt. Diese Tatsache sei einer der Hauptfaktoren gewesen, die Barack Obama bewegt hätten, seine Entscheidung zu ändern.

 

McGovern hebt weiter den besonderen Mut des russischen Präsidenten Wladimir Putin hervor, der Anfang September 2013 – im Vorfeld des G20-Gipfels in St. Petersburg – Kerrys Argumente zur Unterstützung einer Intervention in Syrien im US-Kongress als Lüge bezeichnet hatte.

 

Quelle: Sputniknews