Sechzig Mitglieder der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans sind binnen vergangener 24 Stunden bei einer Anti-Terroroperation der türkischen Armee in der Stadt Cizre im Südosten des Landes getötet worden, wie der Sender TRT am Sonntagabend berichtete.

 

Türkische Soldaten seien nach Angaben einer Quelle aus Sicherheitskreisen in einen Keller eingedrungen, wo sich 70 kurdische Kämpfer befanden. 60 von ihnen seien bei dem bewaffneten Zusammenstoß ums Leben gekommen.

 

Früher hatten die Vertreter der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker erklärt, dass in einem Keller in Cizre mehrere Dutzend Zivilisten – darunter auch verletzte – eingesperrt seien. Sie forderten, diesen medizinische Hilfe zu gewährleisten.

 

Im Dezember ist in mehreren von Kurden bewohnten Gebieten im Südosten der Türkei, darunter im Bezirk Sur der Stadt Diyarbakır, in Cizre und Silopi sowie in Nusaybin und Dargeçit eine Sperrzeit verhängt worden. In Cizre und Silopi halten Straßenkämpfe zwischen den Regierungskräften und Kurdenkämpfern weiter an.

 

Seit Mitte Dezember sind nach Angaben des türkischen Generalstabs rund 850 Kurdenkämpfer bei zahlreichen Anti-Terroroperationen getötet worden. Kurdenvertreter behaupten allerdings, dass die meisten Opfer Zivilisten seien.

 

Quelle: Sputniknews