Wegen der angeblichen „russischen Aggression“ vervierfacht das US-Militär seine Mittel und plant seine Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Um ganze 3,4 Milliarden Dollar (3,1 Milliarden EURO) hat das Pentagon sein Etat im Gegensatz zum Vorjahr vervierfacht.

 

Der amerikanische Verteidigungsminister Ashton Carter sagte diesbezüglich: „Wir verstärken uns in Europa, um unsere Nato-Verbündeten angesichts der russischen Aggression zu unterstützen.“

 

Mit dem Geld soll die Stationierung von noch mehr Truppen in Europa finanziert werden. Darüber hinaus soll das Geld auch in noch mehr Ausbildung und Manöver mit den Verbündeten sowie in die Bereitstellung von Kampfausrüstung und Infrastruktur gesteckt werden.

 

Doch das Pentagon erhält auch mehr Geld für den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS). Carter sagte: „Weil wir die Kampagne beschleunigen, sind im Budget 7,5 Milliarden Dollar für 2017 reserviert, 50 Prozent mehr als 2016“. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass dies entscheidend wäre, für den Erfolg für die von den USA angeführten internationalen Anti-IS-Koalition.

 

Das ist jedoch nicht der einzige Vorstoß die in Richtung Russland gerichtet ist. Denn bereits im Oktober 2015 hatte der NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg beim Nato-Verteidigungsministertreffen klargestellt, dass die Nato bereit sei, bei Bedarf Truppen zum Schutz des Bündnisgebietes in die Türkei schicken würde.

 

Damals hatte der türkische Verteidigungsminister Vecdi Gönül konkret um Unterstützung bei der Luftabwehr gebeten. Offensichtlich war jedoch, dass der Hintergrund das Eingreifen Russlands in den Syrien-Konflikt gewesen ist.

 

Im Dezember 2015 schickte dann die NATO seinem Bündnispartner Türkei Flugzeuge und Schiffe. Angeblich ging es dabei jedoch alleine um die Stärkung der türkisch-syrischen Grenzsicherung.

 

Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte damals jedoch betont, dass die Unterstützung der Türkei nicht in einem direktem Zusammenhang mit Russland stehen würde.

 

Seit November 2015 sind die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland deutlich abgekühlt, nachdem die Türkei einen russischen Kampfjet abgeschossen hatte. Damals rief die „Allianz zu Besonnenheit, Diplomatie und Deeskalation auf.

 

Quelle: NEOPresse