«Im Allgemeinen halte ich diese Operation Russlands für gut» sagte Carla Del Ponte, ein Mitglied der UN-Untersuchungskommission zu möglichen Menschenrechtsverletzungen in Syrien.

 

Russlands Teilnahme an der Bekämpfung des Terrorismus in Syrien ist ein positiver Faktor. Diese Meinung äußerte Carla Del Ponte, Mitglied des UN-Untersuchungskommission zu möglichen Menschenrechtsverletzungen in Syrien, in einem Interview dem TV-Sender RTS.

 

(Carla Del Ponte war Bundesanwältin der Schweizerischen Eidgenossenschaft (1994–1998) und Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes für die Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (1999–2007) und für den Völkermord in Ruanda (1999–2003) in Den Haag.)

 

«Im Allgemeinen halte ich diese Operation für gut, denn dadurch werden vor allem die Terrorgruppen «Islamischer Staat», » Dzhebhat an-Nusra» und dergleichen angegriffen“, sagte sie.

 

Del Ponte glaubt, dass einen Dialog mit der syrischen Regierung im Interesse zur Lösung der Krise unbedingt notwendig ist.

 

«Wenn wir eine Waffenruhe wollen und den Frieden suchen, müssen wir in erster Linie, mit der Regierung sprechen», sagte sie.

 

Als Beispiel stellte sie die Erfahrung des Konflikts in Bosnien und Herzegowina in den 1990er Jahren und dem damals Abkommen von Dayton dar. Angesprochen auf die Frage der Migration in Europa, sagte Del Ponte, dass «Europa“ nicht das macht, was es machen sollte.»

 

«Wir brauchen mehr Großzügigkeit, müssen sie (Migranten und Flüchtlinge) aufnehmen und diesen Menschen Lebensmittel und Unterkunft geben. Aber vorallem Hoffnung, dass sie zurück in die Heimat kommen, wenn es endlich wieder Frieden wird» schloss sie.

 

Quelle: TASS

 

Wir bedanken uns bei Johannes Normann  für die Korrektur der deutschen Texte