Kiews Behauptungen, dass sich im Donbass angeblich tausende russische Militärangehörige befinden würden, bezeichnet die selbstausgerufene Volksrepublik Lugansk als Teil eines „Informationskrieges“ und Versuch, die militärischen Misserfolge des ukrainischen Militärs zu rechtfertigen.

 

Der Generalstabschef der ukrainischen Streitkräfte, Viktor Muschenko, erklärte am Montag, er verfüge über „bestätigte Information“, dass sich 7.000 russische Soldaten im Donbass aufhalten würden.

 

„Natürlich ist das völliger Unsinn und Kiew weiß das auch. Aber sie müssen ihre militärischen Misserfolge irgendwie rechtfertigen und wollen zusätzliche Finanzhilfen von ihren westlichen Partner bekommen“, so der Stabschef.

 

Außerdem sei ein harter ‚Informationskrieg‘ im Gange, und diese Meldungen seien ein Teil davon, teilte der Vize-Stabschef des Korps der Volksmiliz der Volksrepublik Lugansk, Igor Jaschtschenko, mit.

 

Die ukrainischen Behörden hatten Moskau früher bereits  mehrmals vorgeworfen, sich in die Angelegenheiten des Landes einzumischen. Russland weist derartige Vorwürfe als unannehmbar zurück. Es betonte mehrfach, keine Interessenpartei im ukrainischen Konflikt zu sein und sich nicht an den Ereignissen im Südosten zu beteiligen. Moskau sei vielmehr daran interessiert, dass die Ukraine ihre Krise in Politik und Wirtschaft überwindet. Aus dem russischen Verteidigungsministerium verlautete es mehrmals, dass der Volkswehr in der Ostukraine keine Militärtechnik und Munition geliefert und auch keinerlei anderweitige Hilfe erwiesen werde. Diesbezügliche Behauptungen nennt das russische Verteidigungsministerium „absoluten Unsinn“, der „keiner Kritik standhält“. Russlands Außenminister Sergej Lawrow merkte außerdem an, dass die Erklärungen über eine angebliche Präsenz russischer Truppen im Donbass haltlos seien. Bisher habe niemand, ungeachtet der mehrmaligen Vorwürfe, konkrete Tatsachen vorweisen können.

Quelle: Sputniknews