Das deutsche Bundesfinanzministerium, welches bei den Verhandlungen im Gasschuldenstreit um von drei Milliarden Dollar zwischen Russland und der Ukraine vermittelt, hat Kiew dazu aufgerufen, einen Kompromiss mit Moskau zu finden, wie die Agentur Bloomberg meldet.

 

In Berlin war das Thema angesprochen worden, nachdem die russische Regierung im Januar das Verlangen Kiews nach einem Schuldenschnitt abgelehnt hatte. Das Finanzministerium in Moskau lehnte dieses als inakzeptabel ab.

 

Russland hatte Ende 2013 ukrainische Eurobonds für drei Milliarden US-Dollar gekauft und dadurch die Ukraine damals vor der Staatspleite bewahrt. Die Papiere sind Ende 2015 fällig. Anfang 2014 kam es in der Ukraine zu einem Umsturz. Seitdem kämpft das Land gegen den Staatsbankrott. In diesem Sommer vereinbarte Kiew mit westlichen Gläubigern eine Umschuldung und forderte auch von Russland einen Teilerlass.

 

Russland lehnte das ab, erklärte sich jedoch zu einer Umschuldung bereit — unter der Bedingung, dass Kiew in den Jahren 2016 bis 2018 jährlich jeweils eine Milliarde Dollar zurückzahle und die USA oder die EU oder ein internationales Finanzinstitut Garantien dafür übernehmen würde. Diese lehnten es jedoch ab, als Garanten aufzutreten.

 

Quelle: Sputniknews