Die Nato hat laut Generalsekretär Jens Stoltenberg ihre Präsenz im Schwarzen Meer bereits deutlich verstärkt und wird ihre militärischen Potenzen in der Region auch weiterhin aufstocken.

 

„Die Nato hat ihre militärische Präsenz im Schwarzen Meer, einschließlich der Kriegsmarine und Radarflugzeuge AWACS in Rumänien, Bulgarien und der Türkei verstärkt“, sagte Stoltenberg am Mittwoch zum Auftakt des Nato-Verteidigungsministertreffens in Brüssel. „Wir beobachten die Situation im Schwarzen Meer ständig und stocken unsere militärischen Möglichkeiten und Kapazitäten für Aufklärung und für die Verlegung von Verstärkungstruppen in diese Region auf». Laut Stoltenberg plant die Nato weitere Aufrüstung im Schwarzen Meer.

 

Zuvor hatte die Zeitung „The Telegraph“ berichtet, dass die Nato-Verteidigungsminister bei ihrem Treffen am Donnerstag über die Stationierung von zusätzlich 500 bis 1000 Soldaten in Osteuropa und im Baltikum beraten werden. Russland hat von der Nato nach eigenen Angaben keine offiziellen Informationen über die geplante Verstärkung erhalten. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow rief auf, auf eine offizielle Ankündigung zu warten.

 

In der Ukraine-Krise hat die Nato neue Militärstützpunkte gebaut und ihre Truppen in Osteuropa verstärkt. Im Mai 2014 berichtete Generalsekretär Jens Stoltenberg beim Treffen mit US-Präsident Barack Obama, die Nato sei jetzt stark wie noch nie seit dem Kalten Krieg. Im Herbst hielt die Nato mit „Trident Juncture» die größte Militärübung seit dem Kalten Krieg ab — nach eigenen Angaben um Russland zu warnen. Russland spricht von einer „beispiellosen Erhöhung der Aktivitäten der Nato vor seinen Grenzen“.

Quelle: Sputniknews