Die selbsternannte Donezker Volksrepublik im Osten der Ukraine wirft der Regierung in Kiew vor, trotz des vereinbarten Friedensplans Truppen an der Frontlinie zu konzentrieren. Nach Angaben Alexander Sachartschenkos, des Leiters der nicht anerkannten Region, hat die ukrainische Armee etwa 500 Kampfpanzer und 90.000 Soldaten in Stellung gebracht.

 

„Die Ukraine kann jederzeit Kampfhandlungen beginnen“, sagte Sachartschenko am Freitag der Donezker Agentur DAN zufolge.

 

Er mutmaßte, dass Krieg für Kiew das einzige Mittel sei, um den ukrainischen Staat zu retten.

 

Die ukrainische Regierung und die Milizen der von Kiew abtrünnigen „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk hatten sich im Februar 2014 – nach zehn Monaten Gefechten – auf eine Waffenruhe und einen beiderseitigen Waffenabzug verständigt. Zu jenem Zeitpunkt befanden sich 22.000 ukrainische Soldaten im Kampfgebiet. Sechs Monate später berichtete das Kiewer Verteidigungsministerium, dass die zahlenmäßige Stärke der Regierungstruppen im Donezbecken seit Beginn der Waffenruhe auf 70.000 Mann verdreifacht worden sei.

 

Quelle: Sputniknews