Die Nationalisten-Miliz „Rechter Sektor“ hat im westukrainischen Gebiet Transkarpatien eine unbefristete Blockade für russische Lastwagen verkündet, teilte die lokale Internetplattform Mukachevo.net am Freitag mit.

 

Angehörige des „Rechten Sektors“ hätten in der Ortschaft Nischnije Worota zwei Kontrollposten aufgestellt und halten dort bereits russische LKW auf.

 

Ihre Handlungen begründeten sie damit, dass sich hier ein Posten der Verkehrspolizei befindet, den alle, die aus Kiew in Richtung der slowakischen und ungarischen Grenze fahren, passieren müssten.

 

Neben dem (in Russland verbotenen) „Rechten Sektor“ nehmen an der Aktion auch die örtlichen nationalistischen Bewegungen „Pobratimy Ukrainy“ und „Karpatska Sitsch“ sowie das Freiwilligen-Bataillon „Aidar“ und der Verband der Teilnehmer der Kampfhandlungen Uschgorod teil.

 

Der Chef der nationalistischen Freiheitspartei, Oleg Tjagnibok, versprach in seinem Facebook-Account die Ausweitung der Aktion auf alle ostukrainischen Grenzgebiete.

 

Laut der Agentur UNN haben die Teilnehmer der Blockade seit ihrem Beginn bereits die Durchfahrt von mehr als 30 russischen Lastwagen verhindert.

 

An einem Kontrollposten halten sich 15 Aktivisten auf, an einem anderem sind es zehn. Sie halten per Funk Kontakt zueinander.

 

Unterdessen verhandeln die Aktionsteilnehmer mit Organisationen der Gebiete Lwiw und Wolynsk über ihren möglichen Anschluss an die Blockade.

 

Der beiderseitige LKW-Verkehr zwischen Russland und Polen wurde in der Nacht zum 1. Februar gestoppt, weil die bisher gültigen Transportgenehmigungen abgelaufen waren und keine neuen erteilt wurden.

 

Deshalb müssen russische LKW zurzeit über die Ukraine in die Slowakei und nach Ungarn fahren.

 

Die nächste Runde der russisch-polnischen Verhandlungen soll auf der Ebene der Vize-Verkehrsminister beider Länder durchgeführt werden. Ein genauer Termin für dieses Treffen wurde bisher nicht festgelegt.

 

Quelle: Sputniknews