Erklärungen des US-Präsidenten und seines Verteidigungsministers über die Bedrohung vonseiten Russlands sind militanter Irrsinn.

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Foto: Sputnik/ Sergei Malgavko

 

Das schreibt der republikanische Kongressabgeordnete Dana Rohrabacher, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Vorsitzender des Unterausschusses für Europa, Eurasien und neue Herausforderungen des Repräsentantenhauses, in der US-Fachzeitschrift „The National Interest“.

 

Vergangene Woche habe Washington erklärt, Russland stelle für die USA wegen des Vorgehens in der Ukraine und in Syrien eine größere Bedrohung dar als die Terrororganisation „Islamischer Staat“. Für die Abwehrmaßnahmen gegen Russland müsse der Militäretat daher um 200 Prozent aufgestockt werden – für die Bekämpfung des IS reiche eine Erhöhung um 50 Prozent aus.

 

Die US-Führung vernachlässige offenbar, dass die radikalen Islamisten den Vereinigten Staaten längst den Krieg erklärt haben: sie würden Terroranschläge verüben, amerikanische Soldaten töten und beabsichtigten, einen Gottesstaat mit einer Bevölkerungszahl wie in den Vereinigten Staaten zu errichten, schreibt der US-Politiker.

 

Die heutige US-Führung fahre keinen so vernünftigen Kurs wie ihre Amtsvorgänger, die versucht hätten, das Verhältnis zu Moskau zu entspannen: „Es ist offensichtlich, dass Russland zu einem Verbündeten der USA im Kampf gegen gemeinsame Feinde werden kann. Doch Washington wird von ungesunden Ambitionen getrieben, die Rolle des Weltpolizisten zu spielen und die Welt mit Kriegen zu überziehen“, schreibt der Republikaner.

 

Und weiter: „In der Ukraine und in Syrien trifft Moskau Abwehrmaßnahmen, die Russland helfen, seine legitimen nationalen Interessen zu schützen. Von Syrien bis zu den Grenzen Russlands ist es so weit, wie von New York nach Chicago. Moskau versteht, dass die in den Nahen Osten abgeworbenen Kämpfer zurückkommen und eine Welle der Gewalt auslösen werden, wenn man den IS nicht stoppt“, schreibt der US-Abgeordnete und fügt hinzu: Daher werde Moskau es nicht zulassen, dass in Damaskus ein dschihadistisches Regime errichtet wird.

 

Was die Ukraine angehe, so seien die USA selbst dafür verantwortlich, dass in diesem Land Chaos herrscht und die Krim ausgetreten ist: „Hätte Washington den Sturz des legitim gewählten Präsidenten nicht anerkannt, wäre die heutige Lage in der Ukraine wohl nicht so tragisch“, schätzt der Experte.

 

Die Welt lebe in einer Kriegsatmosphäre, doch man dürfe sie nicht nähren. Das historische Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill könne einen Grundstein für den Genesungsprozess in den Beziehungen zwischen Moskau und dem Westen legen und eine Ära der Zusammenarbeit begründen, resümiert Rohrabacher.

 

Quelle: Sputniknews