Die Bitte der westlichen Partner um Aufhebung von Sanktionen zeugt laut dem russischen Premier Dmitri Medwedew davon, dass die Entscheidung für deren Verhängung im Hinblick auf die gegenwärtig schwierige internationale Lage sinnlos war.

 

„Kurze Zeit später flüstert man uns ins Ohr, dass sie (die westlichen Partner – d. Red.) sie (die Sanktionen – d. Red.) eigentlich gerne entschärfen würden und ‚Lasst uns doch die Verhandlungen dazu aufnehmen.‘ Wovon zeugt das? Erstens war die Entscheidung, die Zusammenarbeit in dieser schweren internationalen Situation, in der wir einander brauchen, einzustellen, sinnlos. Zweitens muss man nach einer Weile alles zurückspielen“, sagte Medwedew im TV-Interview gegenüber Euronews.

 

Der Ministerpräsident unterstrich dabei, dass eine derartige Situation nicht zum ersten Mal entstanden sei.

 

„Sobald irgendetwas im internationalen Zeitgeschehen, an dem Russland beteiligt ist, passiert, macht die Allianz sofort einen Schmollmund und sagt: Wir brechen den Kontakt zu Ihnen ab, wir unterbrechen unsere Zusammenarbeit. Das war nach den Ereignissen in Georgien der Fall, genauso wie jetzt in der Ukraine. Wir antworten darauf: Nun gut, das ist ihre Sache“, sagte Medwedew.

 

Dabei bringen die Sanktionen, so Medwedew, in erster Linie schwere wirtschaftlichen Folgen mit sich.

 

„Uns wurde zunächst gesagt, dass wir bestraft würden. Danach zählten sie ihr Geld und konnten die Tränen kaum zurückhalten. Es stellte sich heraus, dass das (die Sanktionen – d. Red.) das Unternehmertum negativ beeinflusst. Unser Handelsumsatz mit der Europäischen Union betrug 450 Milliarden Euro! Derzeit sind es nur 217 Milliarden. Man sollte einmal die Menschen fragen, die in der EU verschiedene Waren für Russland produrzierten, wie ihnen das gefällt“, so Medwedew weiter.

„Man muss sich ein Herz fassen und sagen: Wir beenden das (die Sanktionen – d. Red.) ab einem bestimmten Datum und bitten sie, ihre Gegenmaßnahmen auch einzustellen. Das wäre die richtige Herangehensweise“, so der russische Premier.

 

Quelle: Sputniknews