Der UN-Botschafter Syriens, Baschar Dschaafari, erklärte in einem Sputnik-Interview, er habe sich am Montag mit UN-Sicherheitsratschef Rafael Ramirez getroffen und gefordert, Maßnahmen zur Unterbindung der aggressiven Handlungen der Türkei in Syrien zu ergreifen.

 

Das syrische Außenministerium hatte am Sonntag ein Schreiben an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gerichtet, in dem es den Beschuss des syrischen Territoriums von Seiten der Türkei scharf verurteilt und ihn als eine direkte Unterstützung der Terroristen bezeichnete.

 

„Ich habe mich mit dem Vorsitzenden des Sicherheitsrates in diesem Monat – mit dem UN-Botschafter Venezuelas – getroffen und ihn gebeten, der türkischen Aggression auf syrischem Territorium Aufmerksamkeit zu schenken und zu dieser Frage Konsultationen mit den Mitgliedsländern des UN-Sicherheitsrates zu führen, um ihr Einhalt zu gebieten und die Türkei für das Geschehen verantwortlich zu machen. Davon war in zwei Schreiben die Rede“, erklärte Dschaafari am Telefon.

 

 
Am Wochenende hatte die türkische Artillerie Kämpfer der kurdischen Selbstverteidigungskräfte auf dem Militärflugplatz Minneh und in einem nahegelegenen Dorf beschossen. Der türkische Premier Ahmet Davutoğlu bezeichnete das als Reaktion auf die Bedrohung der türkischen Grenze durch die Einheiten der kurdischen Demokratischen Unionspartei (PYD) und forderte sie auf, ihre Stellungen nördlich von Aleppo zu räumen, was PYD-Chef Salih Muslim jedoch ablehnte.

 

Die Uno bekundete am Montag ihre Besorgnis wegen der jüngsten Entwicklung der Situation in Syrien, erklärte aber, dass die innersyrischen Gespräche bis zum 25. Februar wiederaufgenommen werden müssen. Darauf angesprochen, wie die jüngste Entwicklung des Geschehens – insbesondere der Beschuss der kurdischen Kräfte – die Fristen einer Wiederaufnahme der innersyrischen Gespräche beeinflussen könnte, betonte UN-Sprecher Farhan Haq, dass die Friedensgespräche möglichst bald stattfinden sollten.

 

Quelle: Sputniknews