Es ist selten genug, dass in der selbsternannten 3sat-“kulturzeit” Experten zu Wort kommen, die keine transatlantische Propaganda verbreiten oder eine einseitige westliche Agenda verfolgen, deshalb sei an dieser Stelle – Ausnahmen bestätigen die Regel – ausdrücklich auf das gestrige Interview mit Günter Meyer verwiesen.

 

ААВО

 

 

Meyer stellt klar, dass der Sturz Assads lange vom Westen vorbereitet und von außen vorangetrieben wurde. Er verweist auf die Rolle der Türkei, die den IS unterstützte, warnt vor dem Sturz Assads, der ein Machtvakuum hinterlassen, das von Extremisten gefüllt würde und stellt klar, dass das Eingreifen Russlands eine erste konstruktive Friedensresolution der UN bewirkt und einen Prozess in Gang gesetzt hat, der zumindest zum Frieden führen könnte.

 

3sat-Moderatorin Andrea Meier hingegen stellt einmal mehr Dummheit und politische Agenda der Öffentlich-Rechtlichen unter Beweis, als sie abschließend allen Ernstes fragt, welches Interesse Russland habe, die Flüchtlingskrise für Europa zu verschärfen. Eine haltlose Unterstellung aus dem Maul eines US-Kriegstreibers, die Günter Meyer als unabhängig denkender Experte erwartungsgemäß zurückweist. Die Frage, welches Interesse die USA haben könnten, Europa mit einem Krieg und Flüchtlingsströmen zu bespaßen, kommt der beschränkten Moderatorin selbstverständlich nicht in den Sinn.

 

3sat kulturzeit 15.02.2016