Die kurdischen Volksmilizen werden der türkischen Armee nicht gestatten, sich der syrischen Kleinstadt Azaz anzunähern. Das sagte der Vertreter der aus kurdischen und arabischen Einheiten bestehenden Koalition „Demokratische Kräfte Syriens“, Talal Selo, am Mittwoch gegenüber RIA Novosti.

Zuvor am selben Tag hatte der türkische Vizepremier Yalcin Akdogan in einem Liveinterview in einem TV-Sender gesagt, dass Ankara eine zehn Kilometer tiefe Pufferzone einrichten möchte, einschließlich der Stadt Azaz.

 

Dabei betonte Selo, die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) habe in den letzten zwei Jahren das Gebiet zwischen den Kleinstädten Azaz und Djerablus kontrolliert.

 

„Sie befanden sich in der Nähe, und beide Seiten fühlten sich in Sicherheit. Zwischen ihnen hat es keine Schusswechsel gegeben. Jetzt, wo wir eine Offensive gegen die IS-Stellungen begonnen und die Türken uns unter Beschuss genommen haben, ist allen klar geworden, wen Ankara unterstützt“, so Selo.

Die türkische Artillerie beschießt bereits seit vier Tagen immer wieder die Positionen der kurdischen Selbstverteidigungskräfte im Norden von Aleppo – in Minneh, Afrin und in mehreren Dörfern, aber auch syrische Armeestellungen im Norden der Provinz Latakia.

 

Die „Demokratischen Kräfte Syriens“ sind eine Vereinigung der bewaffneten Oppositionskräfte im Norden Syriens.

 

Quelle: Sputniknews