Die USA müssen nach dem jüngsten Artilleriebeschuss der kurdischen Volksmilizen im Norden Syriens durch die Türkei eine „härtere Position“ gegenüber Ankara einnehmen, wie der Ex-Befehlshaber der NATO-Ausbildungsmission im Irak, General Michael Barbero, äußerte.

 

„Wir sind mit ihnen (der Türkei- Anm. d. R.) nicht hart umgegangen“, sagte Barbero gegenüber SputnikNews.

 

Die USA hätten dem Benehmen  der Türkei nichts entgegensetzen können, weil „wir die Anti-Terror-Koalition (gegen die in Russland verbotene Gruppierung Daesh) mehr brauchen, als wir hart gegen einige gewisse Teilnehmer vorgehen können“, so der General. Seiner Ansicht zufolge hätten die USA ihre Haltung gegenüber der Türkei schon vor mehreren Jahren verschärfen sollen.

 

Die türkische Artillerie beschießt bereits seit vier Tagen immer wieder die Positionen der kurdischen Selbstverteidigungskräfte im Norden von Aleppo – in Minneh, Afrin und in mehreren Dörfern, aber auch syrische Armeestellungen im Norden der Provinz Latakia.

 

Der türkische Premier Ahmet Davutoğlu bezeichnete das als Reaktion auf die Bedrohung der türkischen Grenze durch die Einheiten der kurdischen Demokratischen Unionspartei (PYD) und forderte sie auf, ihre Stellungen nördlich von Aleppo zu räumen, was PYD-Chef Salih Muslim jedoch ablehnte.

 

Russlands Außenministerium hatte am Montag seine Besorgtheit über den Beschuss Syriens durch die Türkei geäußert und diesen als offenkundige Unterstützung des Terrorismus und Verletzung der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates bezeichnet.

 

Quelle: Sputniknews