Etwa 7.000 von 155.000 Menschen, die im Jahr 2015 in syrische Krankenhäuser gebracht wurden, sind ihren Verletzungen erlegen. Dies geht aus einem Jahresbericht der internationalen Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) hervor.

 

Es werden dabei nur diejenigen medizinischen Einrichtungen erfasst, für die die Organisation zuständig ist.

 

„Die Situation ruft Besorgtheit hervor, weil lediglich 70 Krankenhäuser in ganz Syrien vom MSF unterstützt werden. Das ist nur ein geringer Teil der medizinischen Einrichtungen im Land“, zitiert die Agentur France Press die Mediziner.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sind 30 bis 40 Prozent der Opfer Kinder und Frauen, was davon zeugt, dass Zivilisten bei Angriffen öfter zu Zielscheiben werden.

 

Außerdem hebt der MSF hervor, mehr als 60 Krankenhäuser seien durch Feuerangriffe beschädigt, zwölf davon vollständig zerstört worden.

 

„Seit Ausbruch des Krieges in Syrien vor fünf Jahren ist die gesamte medizinische Infrastruktur im Land zerstört worden“, so der Bericht.

In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören.

 

Den Regierungstruppen stehen islamistische Terrormilizen entgegen, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören. Die aktivsten dieser Gruppierungen sind die Terrororganisation „Islamischer Staat“ und die Rebellengruppe Dschabhat al-Nusra. Beide sind in Russland verboten.

 

Quelle: Sputniknews