Die holländische Zeitung „NRC“ wirft den Ukrainern Mauschelei vor, schreibt der ukrainische Politologe Wladimir Kornilow auf seiner FB-Seite. Dutzende von Einwohner der Westukraine kommen in den Niederlanden an und stellen einen Asylantrag. Dabei begründen sie ihren Antrag damit, dass sie vor der Einberufung in die ukrainische Armee und weiterer Teilnahme am Krieg im Donbass gerettet werden müssen.

 

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Diese Begründungen findet Kornilow recht amüsant, denn gerade viele von Westukrainern begrüßten als „wahre ukrainische Patrioten“ den Krieg gegen „Separatisten“ im Donbass. Dann ziehen aber die Ukrainer ihre Asylanträge zurück und kehren mit der Rückkehrhilfe in die Heimat.

 

Die Affäre wurde mit Hilfe der Internationalen Organisation für Migration (IOM) aufgedeckt, die darauf aufmerksam geworden ist, dass die Zahl der Ukrainer, die eine Rückkehrhilfe drastisch gestiegen ist. 2015 haben 58 Ukrainer das Angebot angenommen. In diesem Jahr wurden von den Bürgern der Ukraine allein im Januar bereits 64 Anträge auf Rückkehrhilfe gestellt, was absoluter Rekord ist. Zum Vergleich: die Flüchtlingen aus Irak haben insgesamt 52 Anträge gestellt, aus Afghanistan – 17 und aus Russland gab es lediglich einen Antrag. Die hollänsischen Behörden ermitteln wegen Betrugs. Da den Großteil von ukrainischen Antragsstellern die Einwohner des westukrainischen Gebiets Iwano-Frankowsk ausmachen, wollen sie diese strenger kontrollieren.

 

Dieser Skandal könne die Ergebnisse des bevorstehenden Referendums über die EU-Assoziierung der Ukraine beeinflussen, schreibt holländische Zeitung und weist darauf hin, dass die meisten Betrüger ihr Visum im polnischen Konsulat beantragt haben.

 

Quelle: nrc.next

Autor: Владимир Корнилов 

Übersetzung: Татьяна Касьян