Der Leiter der OSZE-Beobachtermission, Ertugrul Apakan, hat die Fortsetzung und eine Erweiterung der Beobachtertätigkeit in der Ukraine im Rahmen des Mandats zugesagt, wie aus einer offiziellen Mitteilung hervorgeht.

 

Der Ständige OSZE-Rat hatte am Donnerstag das Ukraine-Mandat bis Ende März 2017 verlängert.

 

„Die Beobachtermission wird ihr Mandat weiter ausführen und zum Abbau von Spannungen, zur Festigung des Friedens, von Stabilität und Sicherheit in der Ukraine beitragen“, zitiert der Pressedienst der Organisation Apakan.

Laut Apakan wird die Mission nicht nur zahlenmäßig wachsen, sondern auch ihr technisches Potential ausbauen.

 

„Es wird eine Erhöhung der Expertenzahlen auf 800 in der gesamten Ukraine bis Ende März erwartet. Auch mehrere neue Punkte werden in der Ostukraine eröffnet“, fügte er hinzu.

Apakan versicherte, dass die Mission weiter eine wichtige Rolle bei der Arbeit am  Boden spielen wird, und wirf die Konfliktparteien dazu auf, die Sicherheit von unbewaffneten zivilen Beobachtern sowie einen reibungslosen Zugang im gesamten Konfliktgebiet zu gewährleisten.

 

Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen. Nach jüngsten Angaben der UNO sind dem Konflikt bisher mehr als 9.000 Menschen zum Opfer gefallen.

 

Die Regelung der Situation im Donbass wird unter anderem bei den Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Minsk erörtert, die seit September 2014 drei Dokumente verabschiedet hat, in denen Schritte zur Deeskalation des Konflikts festgelegt sind.

 

Dennoch dauern Schusswechsel zwischen verwickelten Konfliktparteien auch nach Verkündung der Waffenruhe an.

 

Quelle: Sputniknews