Baschar al-Assad hat die Türkei und Saudi-Arabien ausdrücklich vor einer Entsendung von Bodentruppen nach Syrien gewarnt. „Wenn das passiert, werden wir sie als Terroristen behandeln“, sagte der syrische Präsident der spanischen Zeitung El Pais.

 

„Niemand hat das Recht, in Syrien zu intervenieren – das wäre eine Verletzung des Völkerrechts.“ Sollten die Türkei oder Saudi-Arabien ihre Bodentruppen doch unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung nach Syrien schicken, so würden die Syrer ihre Heimat verteidigen, sagte Assad. Er beschuldigte die Regierung in Ankara, seit langem Terroristen nach Syrien einzuschleusen. „Die Türkei ist von Anfang an in Syrien involviert.“

 

Seit fünf Jahren dauert in Syrien ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen bewaffnete Oppositionsanhänger, aber auch islamistische Terrormilizen gegenüber. Die mächtigsten davon sind Daesh und al-Nusra-Front, die in den vergangenen Jahren weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

 

Die benachbarte Türkei ist mit Vorwürfen konfrontiert, mit Daesh illegale Ölgeschäfte abzuwickeln. Rohöl aus den von Terroristen besetzten syrischen Vorkommen soll über türkisches Territorium ungehindert in Drittländer fließen: Russische Drohnen haben Tankwagen-Kolonnen an der Grenze gefilmt. Im Gegenzug bekommen die Terroristen nach Erkenntnissen des russischen Militärs regelmäßig Verstärkung aus der Türkei. Die türkische Armee hält seit Tagen Gebiete im Norden Syriens unter Beschuss.

 

Seit September 2015 fliegt die russische Luftwaffe auf Bitte von Präsident Baschar al-Assad in Syrien Angriffe gegen Stellungen der Terrorgruppen. Die Regierung der Türkei reagiert mit Ärger auf den russischen Einsatz. Im November schoss die Türkei sogar einen russischen Kampfjet ab, als dieser in der syrischen Grenzprovinz Latakia Daesh-Stellungen bombardierte.

 

Quelle: Sputniknews