Wunschgedanke: Gebühren für die Flugnavigation über der russischen Halbinsel werden an die Ukraine übermittelt

 

Am 17. Februar geschah ein scheinbar triumphales Ereignis — Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat die Luftfahrt am Himmel über der Krim als geeignet anerkannt. Das heißt, der Himmel dort ist sicher. Scheint eine gute Nachricht zu sein: also, fliegen Sie, liebe Europäer auf die russische Krim und auch über die Krim. Auch wir Russen fliegen selbst dorthin und darüber. Aber: Zur gleichen Zeit wies die EASA auch an, dass das Flugpersonal der Linienflugzeuge, die über die Halbinsel fliegen, verpflichtet ist, die Anweisungen von Fluglotsen aus der angrenzenden Ukraine zu befolgen.

 

Was kann das heissen?

 

Erstens, die EASA ist eine Agentur der europäischen Union, das heißt, ihre Anweisungen erstrecken sich nicht auf Russland. Das hat uns der Berater des Leiters von «Rosaviation» Sergej Izwolskij bestätigt.

 

Zweitens, die EASA — ist nicht die einzige und bei weitem nicht die wichtigste Struktur, die zuständig für den Flugverkehr ist. Es gibt eine höhere Instanz — die, Internationale Zivilluftfahrtorganisation bei den Vereinten Nationen mit Namen ICAO, die beschloss, dass die Kontrolle der Flüge über die Krim und die angrenzenden Wasserflächen des Schwarzen Meeres ausgehend von Gewährleistung maximaler Sicherheit und nicht aus politischen Gründen zu erfolgen hat. Es ist ganz offensichtlich, dass die Fluglotsen der Simferopol- und Sewastopol- Flughäfen die Flüge über die Krim viel besser beobachten und zweckmäßiger lotsen können als die ukrainischen Kolleginnen und Kollegen. Nicht zuletzt deswegen, weil sie im Gegensatz zu letzteren, direkten Zugriff auf die Informationen über das aktuelle Wetter und die Wettervorhersage der Krim haben.

 

Und drittens, laut «Rosaviation», ist der wahre Grund dieser EASA-Absichten das Streben, dass die branchenüblichen Gebühren-Zahlungen für die Dienstleistungen der Fluglotsen über der Krim «an die ukrainischen Anbieter» verschoben werden sollen.

 

Übersetzt aus der diplomatischen Sprache heisst das, es ist nicht ausgeschlossen, dass die Beamten der EASA in diesem Fall ein Eigeninteresse am zu erwartenden zusätzlichen Gewinn aus russischem Luftraum haben. Doch «Rosaviation» hält daran fest: Es ist nicht beabsichtigt, das Flugmanagement über der Krim Ausländern, «an die ukrainischen Anbieter» zu überlassen. Denn die Krim ist russisch und ebenso ihre Flugnavigation.

 

Von Edward Tschesnokow

Quelle: www.kp.ru

Übersetzung: fit4Russland