Der ukrainische Premierminister Arsenij Jazenjuk hat zugegeben, dass die Ukraine die Ziele, die sich die Maidan-Demonstranten vor zwei Jahren gesteckt hatten, nicht erreicht hat — und dafür sei unter anderen auch er selbst mitverantwortlich.

 

„Was hat sich nach zwei Jahren verändert? Wozu war der Maidan gut? Haben wir denn wirklich das erreicht, was wir wollten? Ich will offen mit ihnen sein. Natürlich haben wir nicht alles erreicht. Und daran trage auch ich teilweise die Schuld, und das gebe ich zu“, sagte Jazenjuk in der Spezial-Sendung „10 Minuten mit dem Premierminister“ des TV-Senders Espreso.TV.

 

Dennoch ist es Kiew laut dem ukrainischen Regierungschef gelungen, die Unabhängigkeit von Moskau zu erlangen.

 

„Denken sie nur daran, welche grundlegenden Veränderungen es in der Ukraine in den letzten 24 Monaten gab. Die Ukraine ist zu einem wirklich unabhängigen Staat geworden. Zuvor standen wir doch praktisch unter externer Verwaltung der Russischen Föderation“, so Jazenjuk. Dabei betonte der Politiker, dass Kiew in den einzelnen Bereichen wie Gas, Wirtschaft und Politik nun völlig unabhängig von Moskau sei. Für den weiteren Weg fehle es der Ukraine bislang jedoch an „politischer Reife“.

 

Die Ukraine erlebt zurzeit eine andauernde Systemkrise in  allen Bereichen. Nach den Euromaidan-Protesten war die Wirtschaftskraft des Landes gewaltig abgestürzt. Nun sind laut Wirtschaftsexperten mehrere Jahre notwendig, um wenigstens zum  Niveau des Jahres 2013 zurückkehren zu können.

 

Quelle: Sputniknews