Kiew will das Lied „1944“, mit dem die Sängerin Jamala für die Ukraine beim diesjährigen EuroVision Songcontest antreten wird, und das Schicksal der Krimtataren für eigene politische Zwecke ausnutzen, wie der Vize-Premier der Krim-Regierung, Ruslan Balbek, sagte.

 

Die Behörden der Halbinsel Krim mahnen die ukrainische Regierung in Kiew, den Liederwettbewerb EuroVision 2016 nicht zu einem politischen Spektakel zu machen, wie der Vize-Premier der Krim-Regierung, Ruslan Balbek sagte. Außerdem dürfe mit der Tragödie des tatarischen Volkes keine politische Spekulation betrieben werden.

 

„Die ukrainische Regierung versucht das Lied von Jamala in ihrem politischen Sinne auszunutzen, indem sie mit der Tragödie des gesamten krimtatarischen Volkes spekulieren. Sie wollen dem europäischen Zuschauer ein künstliches Bild von einer angeblichen Verfolgung der Krimtataren auf der russischen Krim vermitteln“, sagte Balbek.

 

Balbek betonte weiter, aus dem angesehenen internationalen Kulturwettbewerb EuroVision dürfe kein inszeniertes politisches Spektakel gemacht werden. Dem Vize-Premier der Krim zufolge sei es sehr schade, wenn eine talentierte Sängerin wie Jamala zum „Spielball der neuen Spekulationen um die Krimtataren“ werde.

 

„Der Missbrauch von Künstlern zur politischen Provokation führt in der Regel zur Ablehnung des Volkes. Jamala läuft nun Gefahr, unbewusst an der Krim-Blockade beteiligt zu werden“, so Balbek.

Nachdem im vergangenen Jahr in Wien der Schwede Mons Selmerlev den Wettbewerb gewann, wird EuroVision 2016  in diesem Jahr vom 10. bis 14. Mai in Stockholm stattfinden. Russland wird dabei von Sergej Lazarew vertreten werden.

 

Quelle: Sputniknews