Die Slowakei hält laut ihrem Außenminister Miroslav Lajčák die Nato-Erweiterung im Osten Europas für wichtig, strebt jedoch keine Einrichtung eines Stützpunkts der Allianz auf dem eigenen Territorium an, schreibt die Zeitung Pravda.

 

Lajčák hat nach einem Gespräch mit seinem polnischen Amtskollegen, Witold Waszczykowski, gesagt: „Wir halten die Stärkung des östlichen Flügels der Allianz für sehr wichtig. Man muss deutlich zeigen, dass sich alle Nato-Mitglieder auf einem Niveau befinden. Die Slowakei bittet nicht um die Einrichtung eines Stützpunktes der Allianz auf ihrem Territorium. Wir empfinden keine derart große Gefahr, um etwas derartiges zu verlangen. Andererseits haben wir volles Verständnis für unsere Verbündeten, die die Einrichtung solcher Stützpunkte anstreben, wir unterstützen sie.“

 

In der Sitzung der Nato-Verteidigungsminister am 10. Februar wurde die Entscheidung getroffen, den Vorposten der Allianz im Osten Europas zu erweitern. Es geht dabei um die Stationierung von 5.000 Militärs, also einer Brigade, ohne schwere Waffen in Polen, den baltischen Ländern, sowie in Rumänien und Bulgarien. Die Brigade soll aus kleineren Einheiten aus verschiedenen Nato-Ländern zusammengesetzt werden.

 

Zuvor war der slowakische Premier Robert Fico gegen die Einrichtung eines ständigen Nato-Stützpunktes in der Slowakei aufgetreten. Gleichzeitig hatte die Regierung des Landes zugestimmt, ein Kommando-Stabs-Zentrum der Allianz in Bratislava einzurichten. Derartige Zentren sollen in der nächsten Zukunft auch in anderen Nato-Ländern im Osten Europas eingerichtet werden.

 

Der polnische Außenminister äußerte seinerseits nach dem Gespräch mit seinem slowakischen Kollegen auch die Zufriedenheit über die Nato-Erweiterung in östlichen Abschnitten der Allianz. „Ich bin der Ansicht, dass dies zur Stärkung der Sicherheit in diesem Teil Europas beitragen wird, nachdem hier Truppen und Abwehrsysteme der Nato stationiert werden“, so Waszczykowski.

 

Dem Außenminister zufolge will sein Land in der nächsten Zukunft U-Boote für den Schutz seiner Küste an der Ostsee kaufen.

 

Quelle: Sputniknews