Der Immobilien- und Entertainmenttycoon Donald Trump ist einer der vielversprechendsten, aber auch umstrittensten Kandidaten der Präsidentschaftswahlen 2016 in den USA. Auf der Kandidatenliste der Republikaner liegt der als Hardliner bezeichnete Milliardär vor seinen Mitbewerbern. Zwar bin ich selbst kein ausgesprochener Fan von Trump, doch ist anzunehmen, dass seine Präsidentschaft eine Stabilisierung vieler Krisengebiete weltweit erreichen könnte.

 

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Gerade der neu erstarkende Konflikt der Großmächte Russland und USA bestimmt das weltpolitische Geschehen an Schauplätzen wie der Ukraine, dem Nahen und Mittleren Osten und trägt sich beispielsweise durch die flüchtenden Menschen bis nach Kerneuropa fort. Putin und Trump würden, da sie beide ihre Qualitäten als Alphatiere bewiesen haben, diese Konflikte schnell beilegen können; Trump hat bereits mitgeteilt, dass man mit Putin sprechen sollte. Auch anderen einflussreichen Machthabern wie Erdoğan oder dem saudischen König könnte der amerikanische Wirtschaftsmagnat ebenbürtig gegenüberstehen. Mit dem Gleichklang dieser einflussreichen Staaten wäre eine rasche Lösung des Syrienkonflikts und die Niederschlagung des Islamischen Staates denkbar, was den vielen Notleidenden der Region eine friedliche Zukunftsperspektive ermöglichen und die angespannte Innenpolitik der EU durch absinkende Flüchtlingszahlen entlasten würde.

 

Ebenso wäre von Trump, der offen eine anti-iranische Rhetorik pflegt, zu erwarten, dass die liberale Linie Obamas gegenüber dem Iran nicht fortgeführt würde. Damit wäre zum einen die Bindung zu Israel gestärkt, da Israel ein scharfer Gegner des „Iran-Tauwetters“ ist. Andererseits wäre eine Neugewichtung des regionalen Machtkampfes zwischen dem schiitischen Iran und dem sunnitischen Saudi-Arabien durch die offene Positionierung der USA erreicht. Dies würde unter anderem dem Jemen ein Ende des Stellvertreterkrieges einbringen. Somit wäre der zunehmenden Destabilisierung des Mittleren Ostens Einhalt geboten.

 

Hillary Clinton könnte sich nicht gegen die starken Alphatiere von Moskau bis Riad durchsetzen, selbst wenn sie den bisherigen Weg Obamas und der Demokraten nicht in Gänze fortführen würde. Als emanzipierte aggressive Frau fehlt ihr dazu schon die Anerkennung der patriarchalen Staatsoberhäupter; wie soll ein De-facto-Diktator, unter dessen Herrschaft Frauen völlig unterdrückt werden und Menschen zweiter Klasse sind, eine emanzipierte Frau als gleichwertigen beziehungsweise mächtigeren Gesprächspartner akzeptieren? Außerdem würden die Demokraten wohl die Ukraine- und Iran-Politik Obamas fortführen, wodurch die Konflikte mit Russland und im Mittleren Osten weiter eskalieren könnten. Trotz des Säbelrasselns Trumps im Wahlkampf bleibt zu sagen: „Bellende Hunde beißen nicht.“ Die medienträchtige Wahlkampagne führt den immensen Erfolg des Unternehmers und Self-Made-Milliardärs fort. Und trotz – oder gerade wegen – seiner schroffen Durchsetzungsfähigkeit ist Trump möglich, was Obama vergebens versprach: Er könnte der Welt Frieden bringen.

 

Quelle: Blog Fisch+Fleisch