Moskau konzentriert sich in Syrien auf Plan A, da die erzielten Vereinbarungen jetzt umgesetzt werden müssen, wie der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zu den Worten des US-Außenministers John Kerry über eine mögliche Reserve-Variante im Syrien-Konflikt sagte.

 

„Gegenwärtig konzentrieren wir uns auf Plan A und sind der Meinung, dass man die Umsetzung jenes Planes, jener Initiative, die zuvor von den Präsidenten beider Länder formuliert wurden, erörtern und daran arbeiten muss. Das ist unsere Priorität“, sagte Peskow gegenüber Journalisten auf die Frage, ob Moskau von einem Plan B Washingtons Kenntnis habe.

 

Auf die Frage, ob die russische Seite einen Mangel an Vertrauen seitens des US-Militärs empfinde, erwiderte Peskow: „Ich widerhole: Wir konzentrieren uns jetzt voll und ganz auf jene Aufgaben, die von den Präsidenten beider Länder als Co-Vorsitzende der bekannten Gruppe formuliert wurden.“

 

Laut Peskow ist es noch zu früh, um von anderen Plänen zu sprechen.

 

„Wir erachten es als verfrüht, überhaupt über andere Pläne zu sprechen. Die aktuelle Aufgabe ist jetzt, tatsächlich mit denjenigen Gruppierungen, die die Initiative der beiden Präsidenten unterstützen, zu einer Waffenruhe zu kommen“, fügte Peskow hinzu.

 

Zuvor hatte The Guardian mitgeteilt, die USA würden einen Ersatzplan für den Fall eines Scheiterns der Waffenruhe in Syrien erwägen. Laut US-Außenminister John Kerry sollten Schritte in Richtung eines Reserveplans unternommen werden, der auch einen Syrien-Abschnitt umfassen könnte, falls die zum 27. Februar geplante Waffenruhe nicht eingehalten oder es in den nächsten Monaten keinen realen Fortschritt hinsichtlich einer Übergangsregierung geben sollte. Kerry lehnte es jedoch ab, Details zu einem möglichen Plan B zu äußern. Er ging auch nicht darauf ein, welche Länder an der Erarbeitung teilnehmen.

Der US-Außenminister sagte, er wolle sich in den nächsten Tagen mit Vertretern Russlands und anderer Weltmächte in Genf treffen, um die Bedingungen der am Montag abgestimmten Waffenruhe zu erörtern.

 

Quelle: Sputniknews