Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch mit dem syrischen Staatschef Baschar al-Assad den russisch-amerikanischen Plan für eine Feuerpause in Syrien erörtert. Nach Angaben des Kremls erklärte sich Assad bereit, zur Umsetzung der Waffenruhe beizutragen.

 

„Beide Staatschefs haben diverse Aspekte der Syrien-Krise im Hinblick auf die Umsetzung der russisch-amerikanischen Erklärung zur Einstellung der Kampfhandlungen in Syrien besprochen“, teilte der Kreml mit. Syriens Präsident Assad habe die russisch-amerikanische Initiative als einen wichtigen Schritt hin zur friedlichen Beilegung bezeichnet. „Er bekräftigte die Bereitschaft der syrischen Regierung, zur Umsetzung der Waffenruhe beizutragen.“

 

Darüber hinaus hoben Putin und Assad hervor, dass der Kampf gegen Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), al-Nusra-Front und andere Gruppierungen, die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuft worden sind, „kompromisslos fortgesetzt werden muss“.

 

Die USA und Russland haben sich in dieser Woche auf einen konkreten Plan zu einer Feuerpause in Syrien geeinigt. Der Waffenstillstand soll ab Samstag gelten und Angriffe auf Daesh und al-Nusra-Front ausnehmen.

 

In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören. Die mächtigsten davon sind Daesh und die al-Nusra-Front, die in den vergangenen Jahren weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

 

Die USA und ihre europäischen Verbündeten streben eine Entmachtung von Syriens Staatschef Assad an und unterstützen bewaffnete Oppositionsgruppen in Syrien, die gegen Assads Armee kämpfen. Russland hingegen hält die Regierung Assad für einzig legitim und unterstützt deren Kampf gegen die Terroristen.

 

Quelle: Sputniknews