Nach dem russisch-amerikanischen Friedensplan ruft Syriens Präsident Baschar al-Assad die Rebellengruppen zu lokalen Waffenstillständen auf. Scheich Ahmad Mubarak, Rebellenchef eines Distrikts in der Provinz Idlib, folgte dem Appell als einer der ersten und unterzeichnete ein Abkommen über die völlige Einstellung der Kämpfe.

 

Jetzt sei es in allen Orten seines Distriktes ruhig, sagte der Scheich am Donnerstag gegenüber russischen Journalisten. „Hier wird nicht mehr gekämpft.“ Die Versöhnung mit der Regierung bezeichnete der Scheich als einen sehr „verantwortungsvollen Schritt“. Er hoffe, dass auch andere Rebellengruppen diesem Beispiel folgen werden. Denn lokale Versöhnung sei der Schlüssel zur Beilegung der Syrien-Krise.

 

Mit Blick auf den russisch-amerikanischen Plan für eine Waffenruhe räumte der Scheich ein, dass es Schwierigkeiten mit der Umsetzung geben könnte. Schuld daran sei die ausländische Beteiligung am Konflikt. „Wenn alle Ausländer, die in Syrien interveniert sind, das Land verlassen, könnte die Situation schnell verbessert werden“, sagte der Scheich. Er lobte den Beitrag der Russen zur Aussöhnung. „Wir danken unseren russischen Freunden, die alles Mögliche tun, um das Blutvergießen in Syrien zu beenden und wieder Frieden einkehren zu lassen.

 

Russland und die USA hatten sich am Montag auf einen konkreten Plan zu einer Feuerpause in Syrien geeinigt. Der Waffenstillstand soll ab Samstag gelten und Angriffe auf den Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die al-Nusra-Front und andere Gruppen, die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuft sind, ausnehmen. Daraufhin machte sich Syriens Präsident Baschar al-Assad für lokale Waffenstillstände zwischen Rebellen und Regierungstruppen stark. Wer weiter Waffen gegen seinen Staat einsetze, werde als Terrorist behandelt werden, warnte er.

 

Unter russischer Vermittlung haben bereits mehrere Rebellenführer die Waffenruhe mit Damaskus bestätigt. Dazu hat nicht zuletzt das Versöhnungszentrum auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Latakia beigetragen. In den Gebieten, wo sich Behörden und Rebellen bereits auf eine Waffenruhe geeinigt haben, fliegt die russische Luftwaffe keine Angriffe mehr.

Quelle: Sputniknews