Laut einem Bericht der britischen Nichtregierungsorganisation Conflict Armament Research kauft die Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) einen wesentlichen Teil ihrer Komponenten, besonders chemische Stoffe und Zünder, zur Sprengstoffherstellung in der Türkei und im Irak.

„Die geografische Nähe ist der Hauptgrund, weshalb die vom Irak und der Türkei verkaufte Ware in der Lieferkette jener Komponenten auftaucht, die der IS zur Herstellung von Sprengstoff nutzt. Die Türkei und der Irak verfügen über eine weit entwickelte Agrar- und Bergbauindustrie, in der die betreffenden chemischen Stoffe zur Anwendung kommen“, heißt es im Bericht.

 

Laut den Angaben der britischen Organisation kauft der IS in mehr als 20 Ländern, darunter auch in den USA, China, Brasilien und Japan, Komponenten für ihre Waffenproduktion. Wegen der vielgliedrigen Vertriebsketten einer Reihe von Unternehmen, bei denen diese Komponenten bestellt und weiterverkauft werden, kann dem Ursprungsland das tatsächliche Ziel ihres Einsatzes durchaus verborgen bleiben.

 

Die Autoren des Berichts haben die Herkunft von mehr als 700 Komponenten untersucht, die in Fabriken des Daesh zur Sprengstoffproduktion und in nicht detonierten Bomben entdeckt wurden. Die am häufigsten eingesetzte Komponente ist Ammoniumnitrat, das offenbar bei Unternehmen in der Türkei und im Irak gekauft wird. Zur Fernzündung ihrer Sprengsätze nutzen die IS-Kämpfer oft Handys der Marke Nokia 105.

 

Quelle: Sputniknews