Einen Tag vor dem Inkrafttreten der vereinbarten Feuerpause in Syrien beharrt der russische Präsident Wladimir Putin darauf, dass der Kampf gegen den Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) und andere Terrororganisationen fortgesetzt werden muss.

 

Die Waffenruhe treffe nicht auf den IS, die al-Nusra-Front und andere Organisationen zu, die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuft wurden, sagte Putin am Freitag bei einem Treffen mit der Leitung des Inlandsgeheimdienstes FSB: „Der Kampf gegen sie wird entschlossen fortgeführt.“

 

Das sähe auch der russisch-amerikanische Plan vor, und er hoffe, dass dies auch die Position der USA sei, äußerte Putin. „Niemand soll vergessen, dass es außer dem IS weitere terroristische Organisationen gibt, die vom Weltsicherheitsrat als solche eingestuft worden sind.“ Putin bestätigte, dass die Waffenruhe ab 27. Februar 00.00 Uhr Damaskus-Zeit in Kraft treten wird. Gegen jene bewaffneten Verbände, die bei der Feuerpause mitmachen, würden die Streitkräfte Syriens, Russlands und der US-geführten Koalition keine Kampfhandlungen mehr führen.

 

Das Ziel des russisch-amerikanischen Vorstoßes besteht laut Putin darin, der politischen Beilegung des Syrien-Konfliktes Impulse zu verleihen. Denn es gäbe keinen anderen Weg, das Blutbad in Syrien zu beenden, außer einem „gesamtnationalen Dialog unter Beteiligung aller konstruktiven politischen Kräfte“, sagte der Kremlchef.

 

Russland und die USA hatten sich am Montag auf einen konkreten Plan für eine Feuerpause in Syrien geeinigt. Der Waffenstillstand soll ab Samstag gelten und Angriffe auf den Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), die al-Nusra-Front und andere Gruppen, die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuft sind, ausnehmen. Syriens Präsident Baschar al-Assad unterstützte den Plan, so auch einige Rebellenführer: In mehreren Orten ist es bereits zu lokalen Waffenstillständen gekommen.

 

Quelle: Sputniknews