Saudi-Arabien steht kurz vor einer Militäroffensive in Syrien. Einem WikiLeaks-Dokument zufolge war dieses Vorhaben bereits im Jahre 2011 längst geplant, denn das Dokument wurde bereits im Juni 2015 veröffentlicht. Allerdings dauerte es lange bis alle Dokumente auch aus dem arabischen übersetzt wurden.

 

Contra Magazin berichtete im vergangenen Juni über die WikiLeaks-Veröffentlichung „The Saudi-Cables“. Hierbei handelte es sich um Depeschen der saudischen Botschaften und geben somit einen Rückschluss auf die saudische Sicht des Weltgeschehens. Damals standt die Korruption der Medien im Mittelpunkt und man räumte ein, dass es eine Weile dauern wird, bis man alle Dokumente aus dem arabischen übersetzt hat.

 

Das Portal Global Research berichtet nun von einem brisanten Kabel, was nun frisch übersetzt wurde. Bereits im Jahre 2011 wollte man das „Assad-Regime“ stürzen. Bereits damals soll man eine russische Intervention gefürchtet haben. Vor allem verkalkulierte man sich im Hinblick auf Russland und eine Solidarität Russlands zu Syrien in diesem Ausmaß war nicht erwartet.

 

Vor allem fürchtet das saudische Königreich Russlands Waffensysteme, so dass ein Konflikt mit den russischen Streitkräften zu vermeiden ist. Hierbei sollen die islamisten Abhilfe leisten, die Russland nach der Wunschvorstellung der Diplomaten als Feindbild sehen soll. Insoweit schließt sich der Kreis zu den westlichen Verbündeten, die von den Amerikanern angeführt werden.

 

Der Report von Global Research verweist auf die relevanten Dokumente, die nun auf englisch vollständig übersetzt wurden. Bei einigen Depeschen ist man sich nicht sicher ob sie auf das Jahr 2011 oder 2012 datiert sind. Im Zuge der Unruhen in der arabischen Welt, die in den westlichen Leitmedien als „arabischer Frühling“ gefeiert wurden, sollte auch Präsident Assad in Syrien gestürzt werden. An dieser Position der Westmächte hat sich bis heute nichts geändert.

 

Autor: Christian Lehmann

Quelle: Globalresearch