Die IS-Kämpfer, die die von Kurden kontrollierte Stadt Tell Abjad im Norden Syriens angriffen, sind aus der Türkei eingedrungen, wie der Leiter der offiziellen Vertretung des syrischen Kurdistans in Moskau, Rodi Osman, mitteilte.

 

Die Terroristen sollen  die Grenze zu Syrien am Abend des 26. Februars überquert haben. 55 IS-Kämpfer griffen Tell Abjad an, 60 weitere überfielen die Stadt Uslub, und 30 das Hammam. „Diese Angriffe waren organisiert und dienten als Botschaft an die Weltgemeinschaft, dass die Regierung (des Präsidenten Recep Tayyip – d. Red.) Erdogan nicht auf der Seite der Lösung der Syrien-Krise steht“, sagte Osman.

 

Bei den Angriffen der IS-Kämpfer mit Unterstützung der türkischen Artillerie kamen 13 Zivilisten ums Leben, wie die Agentur RIA Novosti unter Berufung auf Osman berichtete. Vor diesem Hintergrund rief Osman die Weltgemeinschaft zur Verurteilung der Türkei für den Vorstoß gegen die Waffenruhe in Syrien auf. Dem TV-Sender Al-Masdar zufolge sollen kurdische Volksmilizen die Angriffe der Terroristen abgewehrt haben.

 

Seit dem 27. Februar, 00.00 Uhr Ortszeit, gilt in Syrien eine Feuerpause zwischen den Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Von der Feuerpause sind die Terrornetzwerke Daesch, die al-Nusra-Front und andere von der Uno als Terrororganisationen eingestufte Gruppierungen ausgenommen.

 

Quelle: Sputniknews