Während Kanzlerin Merkel Deutschland abermals auf ihren Flüchtlingskurs einschwört, zeichnet eine neue Umfrage ein ernüchterndes Bild. Demnach zweifelt jeder Dritte, dass die Integration möglich ist.

 

Knapp ein Drittel der Deutschen (29 Prozent) ist der Ansicht, dass die Integration von Flüchtlingen nicht gelingen wird. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von Infratest Dimap im Auftrag des NDR Politikmagazins «Panorama – Die Reporter»mit 1025 Befragten, die am Montag veröffentlicht wurde. Die Mehrheit (52 Prozent) unterstützt Bundeskanzlerin Angela Merkels (CDU) positiven Kurs und ist der Meinungen, dass die Integration sehr wohl gelingen könnte – allerdings sei dafür eine Begrenzung des Flüchtlingsstroms nötig.

 

Die größte Gruppe der Befragten (38 Prozent) will, dass 200.000 Flüchtlinge pro Jahr aufgenommen werden. 17 Prozent befürworten, bis zu 500.000 Flüchtlinge jährlich aufzunehmen. Nur drei Prozent sind dafür, bis zu einer Million Flüchtlinge aufzunehmen. Für einen generellen Aufnahmestopp sprechen sich 21 Prozent der Befragten aus.

 

Die meisten Bürger befürchten, dass im Zuge der Migrationskrise die Verschuldung der öffentlichen Haushalte steigt (77 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) befürchtet, dass die Kosten für Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge zu hoch sein könnten.

 

72 Prozent sorgen sich, dass die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt größer werden wird. Auch die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt sehen 45 Prozent der Befragten als Problem. Insgesamt sehen die Bürger die Frage, ob der Wohlstand in Deutschland durch die Aufnahme von Flüchtlingen bedroht sei, aber gelassen – 61 Prozent antworten hier mit Nein.

 

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