Zwei Drittel der Bürger Russlands sind der Meinung, dass die von den russischen Behörden eingeleiteten Sanktionen gegen die Türkei nicht aufgehoben werden dürfen. Das ergab eine Umfrage des Gesamtrussischen Meinungsforschungszentrums WZIOM.

 

„Die Russen sind noch nicht dazu bereit, der Türkei den Su-24-Abschuss zu verzeihen“, so die Studie. Zwei Drittel (63 Prozent) der russischen Bürger sind überzeugt, dass Russland die zuvor eingeleiteten Sanktionen gegen die Türkei nicht aufheben darf. Drei Viertel (78 Prozent) der Befragten sind kategorisch gegen jeglichen Kompromiss, solange die türkischen Behörden sich für den Vorfall mit der Su-24 nicht offiziell entschuldigt haben.

 

Laut den Angaben der meisten Befragten verspüren sie keine negativen Folgen „des Abbruchs der Beziehungen zu Ankara“.

 

54 Prozent der Befragten betrachten vor allem die Türkei als Verliererseite im russisch-türkischen Konflikt und bei der beiderseitigen Sanktionsverhängung (nur drei Prozent sehen Russland als Verlierer). Jeder Dritte (35 Prozent) glaubt, dass die beiden Staaten dabei gleichermaßen zu Schaden gekommen sind.

 

Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei stecken nach dem Abschuss des russischen Jagdbombers Su-24 über Syrien durch einen türkischen F-16-Jäger in einer Krise. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Abschuss der Su-24 als einen „Stoß in den Rücken“ verurteilt, „den uns Helfershelfer der Terroristen“ versetzt haben.

 

Die Umfrage wurde am 6. und 7. Februar unter 1.600 Menschen in 130 Ortschaften Russlands durchgeführt.

 

Quelle: Sputniknews