Die Dschihadistenmiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) zieht ihre Kräfte im Norden der syrischen Provinz Rakka zusammen, um die Stellungen der Kurdischen Selbstverteidigungskräfte (YPG) anzugreifen, wie die Agentur Sputniknews am Montag unter Berufung auf eine Quelle aus der kurdischen Volkswehr mitteilt.

 

Die Terroristen haben nach erbitterten Gefechten mit den kurdischen Volksmilizen das Dorf Az-Zaibakia westlich der Ortschaft Hammam et-Turkman im Norden der Provinz Rakka einnehmen können, so der Informant. Nach der Stürmung hätten die Terroristen diejenigen Dorfbewohner hingerichtet, die die Kurdischen Selbstverteidigungskräfte unterstützt hatten.

 

„Die IS-Kämpfer haben in Hammam et-Turkman drei Bewohner wegen Kontakten zu den kurdischen Volksmilizen bei lebendigem Leibe verbrannt“, zitiert die Agentur den Informanten.

 

Am Samstag hatten die IS-Terroristen von türkischem Territorium und der IS-Hochburg Rakka aus die von den Kurden kontrollierte Stadt Tell Abjad sowie eine Reihe von anderen Ortschaften angriffen. Am Sonntag konnten die kurdischen Volksmilizen die Stadt zurückerobern, 70 Kämpfer wurden dabei getötet.

 

Seit dem 27. Februar, 00.00 Uhr Ortszeit, gilt in Syrien eine Feuerpause zwischen den Regierungstruppen und der bewaffneten Opposition. Von der Feuerpause sind die Terrornetzwerke Daesh, die al-Nusra-Front und andere von der Uno als Terrororganisationen eingestufte Gruppierungen ausgenommen.

 

Quelle: Sputniknews