Die russischen radioelektronischen Ausrüstungen, die auf den in Frankreich bestellten Hubschrauberträgern der Mistral-Klasse installiert worden waren, sind der Russischen Seekriegsflotte komplett übergegeben worden, wie der Sprecher der zur russischen Staatsholding Rostec gehörende Vereinigte Gerätebau-Korporation (OPK) am Montag mitteilte.

 

„Sie (die Ausrüstungen) wurden komplett aus Frankreich ausgeführt und der Russischen Marine zum Betrieb und für die Ausbildung von Seeleuten übergegeben“, sagte der Sprecher.

 

Dabei sind diese Ausrüstungen laut dem Sprecher nicht für den Verkauf an Ägypten gedacht.

 

„In Ägypten hat man andere Anforderungen. Sie brauchen andere Ausrüstungen mit anderen Eigenschaften, die der Besonderheit der Streitkräfte dieses Landes entsprechen“, so der OPK-Sprecher weiter.

 

Die Produktionsstrukturen der OPK seien in der Lage, den Auftrag mit Kairo hochwertig und zur festgesetzten Zeit auszuführen.

 

„Es ist noch zu früh, um über bestimmte Ergebnisse zu sprechen, doch ist ein hohes Interesse von der ägyptischen Seite an dem Deal zu erkennen. Wir haben bereits einen ernsthaften Vorschritt dabei erzielt“, schloss der Sprecher.

 

2011 hatten die französische Werft DCNS/STX und der russische Rüstungskonzern Rosoboronexport einen Vertrag über die Lieferung von zwei Mistral-Hubschrauberträgern geschlossen. Das erste Schiff – die „Wladiwostok“ – sollte im November 2014 ausgeliefert werden. Paris legte den Deal aber wegen des Ukraine-Konfliktes auf Eis. Die beiden Mistral-Schiffe hatten 1,2 Milliarden Euro gekostet.

 

Die Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Francois Hollande, hatten sich am 5. August darauf geeinigt, den Vertrag über den Bau und die Auslieferung der Schiffe aufzukündigen. Nachdem Frankreich die russischen Ausrüstungen, die auf den Mistral-Schiffen installiert worden waren, zurückgegeben hat, kann es über die beiden Hubschrauberträger nach eigenem Ermessen verfügen.

 

Zuvor wurde berichtet, dass der französische Präsident Francois Hollande mit seinem ägyptischen Amtskollegen Abdel Fath as-Sisi die Bedingungen für den Verkauf der beiden Schiffe an Ägypten vereinbart hat.

 

Quelle: Sputniknews