Die russischen Militärexperten arbeitet an Methoden zur hybriden Kriegsführung um vom Westen initiierte Farb-Revolutionen im eigenen Land zu verhindern. Erprobt wird dies derzeit auch schon in Syrien.
 
In den letzten Jahren hatten sogenannte westliche „Farb-Revolutionen“ Hochkonjunktur. Um solchen „Soft-Power“-Methoden wirksam entgegenzutreten, sind russische Militärexperten dabei adäquate Gegenkonzepte entwickeln. Das berichtet die Agentur Sputnik unter Berufung auf die russische Tageszeitung Kommersant.

 

Der Westen versucht auf der ganzen Welt seine Einflusssphäre zu erweitern. Durch gesteuerte Revolutionen und Aufstände im Zielgebiet, versucht man in fremden Ländern Einfluss zu gewinnen. Man spricht hier von Soft-Power-Methoden, wo nicht nur militärische Mittel verwendet werden. Hier kommen vielmehr Nichtregierungsorganisationen, Denkfabriken und Medien zum Einsatz, die Umstürze – wie in der arabischen Welt – von außen steuern. Flankiert werden solche hybriden Kriegsmethoden durch Cyber-Attacken und Propagandalügen, die wir täglich in den westlichen Leitmedien lesen können.
 
Auf solche Methoden haben russische Militärexperten nun Gegenkonzepte vorgestellt, wie der Kommersant unter Berufung auf den Chef des russischen Generalstabs Valery Gerasimov berichtet. Als Beispiel, dass solche Methoden auch Russland bereits nutzt, wird der Bürgerkrieg in Syrien genannt, wo man neben militärischen Mitteln auch diplomatische und andere nicht-militärische Mittel verwendet, um mit anderen Ländern und Konfliktparteien zu interagieren.
 
Begründet wird die Weiterentwicklung solcher Konzepte damit, dass man auf westliche Farb-Revolutionen mit konventionellen Mitteln nicht wirksam genug antworten kann. Als einzig effektives Mittel auf solche Methoden der hybriden Kriegsführung sollen sich laut Gerasimov die gleichen Verfahren erweisen.

 

 

Von Christian Saarländer

Quelle: Contra Magazin