Mehr als die Hälfte der Ukrainer schätzt die Entwicklung der Situation im Land negativ ein. Zugleich ist der Anteil derjenigen, deren Ansicht zufolge sich die Ukraine in die richtige Richtung bewegt, auf ein Rekordtief gefallen. Dies hat eine Studie der Research & Branding Group ergeben.

 

Während noch vor Beginn der Euromaidan-Bewegung nur 41 Prozent der Bevölkerung die Auffassung vertreten haben, dass sich die Situation in der Ukraine im Allgemeinen nicht richtig entwickelt, so ist ihr Anteil bis Februar 2016 auf 55 Prozent gestiegen.

 

Dabei ist die Zahl derjenigen, die die Entwicklung der Situation in der Ukraine positiv bewertet haben, im gleichen Zeitraum von zwölf Prozent auf sechs Prozent geschrumpft.

 

Die jüngste Umfrage zeigt deutlich, dass die Anzahl derer, die eine negative Einschätzung zum Stand der Demokratie im Land geben, seit einem Jahr von 20 Prozent auf 29 Prozent gestiegen ist.

 

Auch der Anteil derjenigen, die die Lage im Bereich der Meinungsfreiheit, die Menschenrechtssituation bzw. die Anstrengungen zur Korruptionsbekämpfung für negativ halten, hat sich von 20 Prozent auf 31 Prozent, von 30 auf 38 Prozent bzw. von 36 auf 48 Prozent erhöht.

 

Dabei sind rund 50 Prozent der Bevölkerung der Meinung, dass es von Februar 2015 bis Februar 2016 keine grundlegenden Änderungen in den oben genannten Bereichen gegeben hat.

 

Ab Januar 2013 bis Mai 2015 hat sich der Anteil derjenigen, die gemeint haben, dass sich die Situation in der Ukraine nur weiter verschlechtern wird, praktisch verdoppelt – von 22 Prozent auf 44 Prozent.

 

Auch die Zahl der Ukrainer, deren Ansicht nach sich die Situation im Land im kommenden Jahr kaum verändern wird, ist von 26 Prozent auf 36 Prozent gewachsen.

 

Die Befragung wurde vom 3. bis 11. Februar 2016 von dem ukrainischen Unternehmen Research & Branding Group durchgeführt.

 

Quelle: Sputniknews