Der Finanzminister Großbritanniens, George Osborne, hat den Fernsehsender RT in einer Parlamentsrede als besonders beliebt bei den Mitgliedern der sozialdemokratischen Labour Party bezeichnet.

 

„Ich weiß, dass Russia Today ein beliebter Sender der Parteiführung der Labour-Partei ist, aber jetzt wenden wir uns doch dem Wochenbericht des Schatzamtes im Parlament zu“, sagte Osborne.

 

Er reagierte damit auf eine Frage zu den Steuernachzahlungen des Google-Konzerns, ob der Schatzkanzler bestätigen könne, dass Großbritanniens Mitgliedschaft in der Europäischen Union den Kampf gegen Steuerflucht multinationaler Unternehmen doch erleichtern müsse.

 

Google hatte zuvor eine Vereinbarung mit den britischen Behörden getroffen, laut der der Konzern Steuernachzahlungen in Höhe von etwa 130 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 186 Millionen US-Dollar) zu zahlen hat. Im Jahr 2001 hatte das Unternehmen in Großbritannien nur neun Millionen Dollar Steuern abgeführt,  obwohl der Jahresgewinn fast fünf Milliarden betrug. Bei einer Überprüfung stellte sich dann heraus, dass Google seine Steuerzahlungen über eigene Strukturen auf den Bermuda-Inseln, wo Unternehmen keine Steuern entrichten müssen, reduziert hatte. Außerdem hatte das Unternehmen die geringeren Steuersätze in Irland ausgenutzt, wo sich der Google-Hauptsitz befindet.

 

Inzwischen sollen auch die französischen Behörden von Google Steuernachzahlungen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro einfordern, die das Unternehmen dem Land vorenthalten hatte, wie die Agentur Reuters mit Verweis auf eine Quelle im französischen Finanzministerium berichtete.

 

Quelle: Sputniknews