Österreichs Innenministerium hat eine Informationskampagne in Afghanistan gestartet, die Ausreisewilligen von der Reise nach Österreich abrät.

 

In Internet, Fernsehen, Zeitungen und sogar auf Bussen werden demnächst Slogans wie „Österreichs Asylrecht nun noch strenger“ verbreitet, berichtet das Online-Magazin „Epoch Times“. Damit sollen Menschen von der Flucht nach Österreich abgehalten werden.

 

Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner empfiehlt Bewohnern des kriegsgebeutelten Landes nun die „sehr vielen innerstaatlichen Fluchtmöglichkeiten“ zu nutzen. Österreich habe mittlerweile das strengste Asylrecht Europas, so Mikl-Leitner. Es sei ein „Gebot der Fairness“, die Menschen darüber zu informieren, denn sie würden oft durch Lügen von Schleppern angelockt. Eine ähnliche Kampagne im Kosovo habe im vergangenen Jahr großen Erfolg gehabt, so das Innenministerium.

 

Mit Fernsehspots von Heimkehrern, die von enttäuschten Erwartungen berichten, sollen die vielen Analphabeten Afghanistans erreicht werden. Zur Kampagne gehören Zeitungs- und Onlineinserate sowie Großplakate in den fünf bevölkerungsreichsten Städten des Landes. In der Hauptstadt Kabul werden Autobusse mit verschiedenen Slogans durch die Straßen fahren, so das Magazin.

 

Afghanen waren mit 25.500 Asylanträgen 2015 die größte Migrantengruppe Österreichs.

 

Quelle: Sputniknews