Nato-Schiffe haben ihren Einsatz gegen Menschenschmuggel und illegale Migration in der Ägäis bislang nicht beginnen können, weil noch immer die Zulassung für die türkischen Gewässer fehlt.

 

Trotz zahlreichen Bitten der deutschen Führung des Nato-Marineverbands hat sich die Türkei am vergangenen Wochenende geweigert, Nato-Schiffe in ihre Gewässer einzulassen, meldet AFP unter Berufung auf eine diplomatische Quelle.

 

Die Entscheidung zur Nato-Mission, die bei der Regelung der Migrantenkrisen helfen sollte, haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister am 11. Februar in Brüssel vereinbart.

 

Nato-Schiffe sollen demnach gemeinsam mit der türkischen und griechischen Küstenwache in der Region patrouillieren und Aktivitäten der Schleuserbanden aufdecken und beobachten. Dabei jedoch hat der Marineverband kein Mandat zur Rückführung aus Seenot geretteter Flüchtlinge. Das wiederum sollte die türkische Seite übernehmen. Ankara zeigt jedoch kein Interesse daran, alle Migranten, die auf dem Weg nach Griechenland verunglücken, zurück in die Türkei zurückkehren zu lassen.

 

Die Flut der Migranten, die vor den Kriegen im Nahen Osten und in Nordafrika fliehen, nimmt noch immer nicht ab. Die EU hofft, dass die Türkei gemäß der Vereinbarung, laut der der dieser drei Milliarden Euro EU-Mittel zur Regelung des Problems bereitgestellt werden sollen, die Migrantenzahl reduzieren wird.

 

Quelle: Sputniknews