Erwachsene Flüchtlinge ohne Kinder, welchen der Aufenthalt in Schweden verweigert wurde, werden nach den neuen Regeln sofort das Recht auf Sozialhilfe verlieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Regierungskanzlei. Gemäß dem aktuellen Gesetz verlieren die Flüchtlinge das Recht auf Sozialhilfe erst, nachdem sie das Land verlassen haben.

 

Ihre Initiative hat die Regierung mit dem gewaltigen Migrantenzustrom im vorigen Jahr begründet. Die Bevölkerungszahl Schwedens liegt bei 9,8 Millionen. 2015 kamen rund 163.000 Asylanten ins Land. Dies ist einer der höchsten Werte in der EU pro Kopf der Bevölkerung. Einer aktuellen Prognose zufolge wollen im laufenden Jahr weitere 140.000 Migranten nach Schweden einreisen.

 

Flüchtlinge, denen der Aufenthalt in Schweden verweigert wird, werden auch sofort ihre vorübergehende Unterkunft verlassen müssen.

 

„Sie müssen das Land verlassen. Wir brauchen diese Plätze dringend für neuankommende Flüchtlinge. Denjenigen, die das Land verlassen, werden wir mit dem Transport helfen“, sagte der schwedische Migrationsminister, Morgan Johansson.

Das neue Gesetz soll ab dem 1. Juni dieses Jahres in Kraft treten und wird zurzeit rund 4.000 Migranten betreffen, denen der Aufenthalt verweigert wurde

 

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