Das Pentagon hat Berichten zufolge einem Rüstungsdeal mit der Türkei zugestimmt. Die türkische Armee erhalte demnach eine unbestimmte Menge von präzisionsgelenkten Bomben im Wert von 682,9 Millionen US-Dollar.

 

Ein türkischer Militäroffizieller kommentierte das Abkommen wie folgt:

 

„Der Deal wurde zur richtigen Zeit abgeschlossen, da wir derweil in einen asymmetrischen Krieg involviert sind und intelligente Bomben benötigen.“

 

Türkische Kampfjets bombardieren seit dem vergangenen Jahr, nachdem ein zweijähriger Waffenstillstand mit der „Kurdischen Arbeiterpartei“, kurz PKK, aufgekündigt worden war, Stellungen der verbotenen Miliz sowohl in der Türkei als auch im Nordirak. Die Zusammenstöße nahmen dabei seit Juli bis Januar sukzessive an Intensität zu.

 

Das Pentagon wies den Lieferauftrag demnach den US-Rüstungskonzernen Ellwood National Forge und General Dynamics Ordnance and Tactical Systems zu. Diese würden nun zeitnah Gefechtskörper und weitere Komponenten vom Typ BLU-109 an die Türkei liefern.

 

Der BLU-109 (Bomb Live Unit) ist ein gehärteter Penetrationsgefechtskopf, auch Bunkerknacker genannt. Er wurde zuerst für freifallende Bomben entwickelt, später aber auch für gelenkte Bomben oder Lenkflugkörper eingesetzt.

 

Der BLU-109 wurde entwickelt, um massive gehärtete und eingegrabene Ziele wie Bunker oder gehärtete Unterstände punktgenau zu zerstören. Die Forderung der Air Force lag bei einer Durchschlagskapazität von bis zu 1,8 Metern Stahlbeton und Zündung mittels Verzögerungszünder, um die Bombe nach dem Einschlag innerhalb des Ziels zur Explosion zu bringen.

 

Die Bombe hat ein Gefechtsgewicht von 883 Kilogramm und ist zu 80 Prozent mit TNT und zu 20 Prozent Aluminiumpulver gefüllt.

 

Quelle: NEOPresse