Die türkischen Behörden haben 137 Kurden in der türkischen Stadt Cizre in der letzten Woche im Rahmen einer „Sonderoperation“ der Sicherheitskräfte gegen die Kurden im Land getötet, sagte der Vertreter der Demokratischen Partei der Völker (HDP), Mehmet Yüksel in einem Interview bei Sputnik.

 

«In Cizre haben sie während der letzten Woche 137 Menschen getötet,» sagte Yüksel.

 

Ihm zufolge war unter den Opfern auch ein junger Journalist, Rauhut Aktas, der für die kurdische Zeitung arbeitete.

 

Laut ihm wurden die türkischen Kämpfer bei lebendigem Leib verbrannt, sie zerstörten auch diverse Gebäude, damit die Überlebenden kein Platz für Rückkehr hatten.

 

«Sie benutzten ein besondere Art von Bomben, die alles in den Gebäuden verbrennen,» sagte Yüksel.

 

Laut dem Politiker erhielt er ernstzunehmende Drohungen, weil er den Medien über die unangenehmen Fakten für Ankara erzählt.

 

«Ich erhalte Briefe mit Drohungen, dass sie mich auf einer täglichen Basis töten», sagte Yüksel unter Hinweis darauf, dass er keine Angst vor Bedrohungen hat.

 

Die türkischen Behörden haben eine Ausgangssperre im Dezember in einer Reihe von Regionen erklärt, die von Kurden im Südosten des Landes besiedelt sind. Vor allem im Gebiet Sur der Stadt Diyarbakır, Cizre und Silopi, als auch in Nusaybin und der Provinz Mardin. In Cizre und Sura wird weiterhin Völkermord an Kurden ausgeführt. Fast täglich kommen Berichte über Verletzungen und Todesfällen unter der indigenen Bevölkerung von Kurdistan.

 

Quelle: RIA

 

 

Wir bedanken uns bei Johannes Normann für die Korrektur der deutschen Texte